Rigorose Modelle
Rigorose Modelle werden im amerikanischen Sprachraum auch als „First principal based” bezeichnet. Diese Modelle bilden einen technischen Mechanismus mit exakter wissenschaftlicher Methodik ab.
Beispielsweise kann man einen verfahrenstechnischen Prozess, wie eine Luftzerlegungsanlage, eine Schwefelsäureanlage oder eine Phosphatanlage nachbilden und simulieren, in dem man alle bekannten Abläufe und Reaktionen der Anlage stückweise physikalisch und kinetisch mit Kennlinien, Differentialgleichungen und Bilanzgleichungen simuliert.
Rigorose Modelle haben den Vorteil, dass man das so simulierte Verfahren genau versteht, sie sind in der Realisierung sehr teuer – zu teuer für die meisten Prozesse. Deshalb setzen kostenbewusste Unternehmen auch verstärkt auf neue Modellierungsmethoden, wie Neuronale Netze und verzichten auf rigorose Ansätze. In einigen Fällen, wie für Trainingssimulatoren kann man die Anwendung dieser Technologie aber nicht vermeiden, da meist noch keine Anlage existiert, mit der man den Simulator trainieren könnte.
Übliche Lösungen zur rigorosen Modellierung werden klassischerweise programmiert. Damit ist ein Wissenstransfer vom Entwickler zum Anwender kaum noch möglich. Der Entwickler macht sich unkündbar und das Unternehmen ist von ihm abhängig.
Mit APC Professional® realisierte rigorose Modelle werden grafisch konfiguriert und grafisch dokumentiert. Auf diese Weise ist die Fehlersuche einfach und die Modelle sind auch für Nicht-Informatiker gut nach zu vollziehen.

Gute Lösungen setzen sich in der Industrie oft erst durch, wenn sie schon veraltet sind. Was früher kein Problem war, als technische Weiterentwicklung noch langsam verlief, ist heute gefährlich. Deutschland hat nur dann eine Chance auf Zukunft, wenn wir erheblich innovativer und schneller werden, als die anderen Länder. Grund genug, schnell zu handeln!
