MES
Manufacturing Execution System (MES) bezeichnet den ideologischen Nachfolger von CIM. Während es beim CIM noch darum ging, überhaupt Computer in der Fertigung einzusetzen, hat MES den Ansatz, bereits vorhandene Systeme zu vernetzen.
Insbesondere sollen Daten aus der Produktion, also aus SPS- oder PLS-Systemen verdichtet und gesammelt werden und an ERP-Systeme (wie SAP) weiter geleitet werden. Damit wird der kaufmännische Bereich eines Produktionsstandortes life über den Produktionsstatus informiert. Von den ERP-Systemen aus sollen Produktionsaufträge in Teilaufträge zerlegt, geplant und automatisch ausgeführt werden, so dass die Produktion auf veränderte Marktanforderungen umgehend reagieren kann. Diese Integration ist bisher noch sehr unvollkommen gelungen. Tatsächlich besteht hier noch ein erheblicher Nachholbedarf.
Weitergehende Informationen finden sich hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Manufacturing_Execution_System
Auch MES ist eine kommerzielle Kampagne, die vor allem aus den USA getrieben wird, auf die aber auch viele europäische Firmen aufspringen. Die amerikanische Organisation für MES ist die MESA. Die MESA ist ein Anbieterverband und hat daher eher die Funktion eines Vermarktungsinstitutes.
Die wichtigsten Versuche einer Standardisierung in Deutschland werden durch die VDI-Richtlinie 5600 und das NAMUR-Arbeitsblatt NA 94 unternommen. Die VDI-Richtlinie 5600 ist dabei zu stark fertigungsorientiert, während die NAMUR eine Privatorganisation ist, die von privaten Interessen der beteiligten Protagonisten getrieben ist.
Das Konzept der VDI-Richtlinie ist sehr transparent und teilt die Aufgaben der MES in verschiedene Bereiche auf, die im Einzelnen sehr detailliert beschrieben werden:
Aufgabe 1: Feinplanung und Feinsteuerung (Fertigungsbezogene Aufgabe, siehe unser Partner InQu)
Aufgabe 2: Betriebsmittelmanagement (Fertigungsbezogene Aufgabe, siehe unser Partner InQu)
Aufgabe 3: Materialmanagement (Fertigungsbezogene Aufgabe, siehe unser Partner InQu)
Aufgabe 4: Personalmanagement
Aufgabe 5: Datenerfassung (mit Prompt™)
Aufgabe 6: Leistungsanalyse (mit Prompt™ und NeuroModel®)
Aufgabe 7: Qualitätsmanagement (mit Prompt™ und NeuroModel®)
Aufgabe 8: Informationsmanagement (wird durch unser Prompt™-System gelöst)
Die atlan-tec Systems kann einige dieser Punkte mit den Systemen Prompt™ und NeuroModel® lösen:
Prompt™ erfasst Daten, wie jedes gewöhnliche PIS-System (Prozessinformationssystem), aus Prozessleitsystemen oder SPS, ordnet diese jedoch in einem Ortsmodell unter ORACLE. Zusätzlich erfasst Prompt™ Daten aus dem Labor oder aus LIMS-Systemen. Diese Daten können zu Kennzahlen verrechnet werden, welche jeder Hierarchieebene des Prozesses (Beispiel: Betrieb – Anlage – Apparat – Messstelle) zugeordnet werden können.
NeuroModel® prognostiziert mit der Technologie der Softsensoren aus Online-Messdaten die Labordaten und verbessert so das Qualitätsmanagement durch ständige Qualitätsüberwachung erheblich. Zusammen mit der Leistungsanalyse kann NeuroModel® aber noch mehr als die MES fordert: Mit NeuroModel® GenOpt™ gelingt die ständige Einhaltung der Qualitätsanforderungen und Schadstoffemissionen bei minimalen Kosten oder bei maximaler Performance des Prozesses.
Die Produkte von atlan-tec gehen bezüglich der Verbesserung von Produktionsprozessen weit über das hinaus, was die MES-Normen fordern: Statt die Informationen nur zu verwalten greifen unsere Produkte aktiv in die Produktion ein und verbessern diese.

Gute Lösungen setzen sich in der Industrie oft erst durch, wenn sie schon veraltet sind. Was früher kein Problem war, als technische Weiterentwicklung noch langsam verlief, ist heute gefährlich. Deutschland hat nur dann eine Chance auf Zukunft, wenn wir erheblich innovativer und schneller werden, als die anderen Länder. Grund genug, schnell zu handeln!
